Es tut mir leid

Es tut mir leid, dass ich geboren wurde.
Es tut mir leid, dass ihr mich tag für tag ertragen müsst.
Es tut mir leid, dass ich auch nur ein Mensch bin.
Es tut mir leid, dass ich auch mal traurig bin.
Es tut mir leid, dass ich so meine Launen habe.
Es tut mir leid, dass ich nicht immer so einfach bin.
Es tut mir leid, dass ich so viele Fehler gemacht habe.
Es tut mir leid, dass ich alles falsch mache.
Es tut mir leid, dass ich immer alles kaputt mache.
Es tut mir leid, dass ich mich selbst verletze.
Es tut mir leid, dass ich depressiv bin.
Es tut mir leid, dass ich ein Wrack bin weil ich nicht mehr schlafen kann.
Es tut mir leid, dass ich nutzlos bin und nur im Weg rumstehe.
Es tut mir leid, dass ich mich selbst hasse.
Es tut mir leid, dass ich den falschen liebe.
Es tut mir leid, dass ich nicht so bin, wie ihr alle es wollt
Es tut mir leid, dass ich mir nichts gefallen lasse.
Es tut mir leid, dass ich nicht "normal" bin.
Es tut mir leid, dass ich nicht weiß, was "normal" ist.
Es tut mir leid, dass ich immer mehr kaputt gehe.
Es tut mir leid, dass ich mich jede nacht in den schlaf weine.
Es tut mir leid, dass ich nicht über meine Probleme reden kann.
Es tut mir leid, dass du die narben auf meinen Armen sehen musst.
Es tut mir leid, dass ich einsam und verletzt bin
Es tut mir leid, dass ich Angst habe
Es tut mir leid, dass ich noch lebe

Warum zwingt ihr mich in eure heile Welt,
in der nur Arbeit und Leistung zählt,
ihr seht meine Wunden nicht,
und es ist keine Besserung in Sicht,
Tausend Schnitte auf meinen Armen,
doch sie werden vernarben,
Millionen Schnitte in meinem Herzen,
geboren aus unendlichen Schmerzen,
Doch ihr wollt sie nicht sehen,
deshalb werden sie auch nie vergehen,
Sie werden für immer bleiben,
und mich immer weiter an den Abgrund treiben,
Warum zwingt ihr mich in eure heile Welt,
in der mich nur die Klinge am Leben hält?

 

Ich sitze hier,
weiß nicht wohin,
nichts anzufangen mit mir,
nichts ergibt Sinn,

 

Starre nur geradeaus,
warte das die Zeit vergeht,
will nur noch raus,
hab zu viel erlebt,

 

Eine Träne stumm und kalt,
läuft an meinem Gesicht herunter,
macht auch in der Ewigkeit nicht halt,
geht niemals unter,

 

Doch warum versiegen die Tränen,
warm und rot,
hören nicht auf mein Flehen,
nach dem Tod?

 

Irgendwann wirst du mich fragen,

was ich mehr liebe,dich oder mein Leben,

ich werde Antworten mein Leben

 du wirst gehen ohne zu wissen

das du mein Leben bist.

Wer mein schweigen nicht versteht versteht auch meine worte nicht